
Seefracht ab Frankfurt.
Vorlauf inklusive.
Frankfurt hat keinen Hafen. Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven und Hamburg sind jedoch über etablierte Straßenkorridore angebunden — und der Vorlauf dorthin wird von derselben Disposition koordiniert, die auch Ihre Straßensendungen bewegt.
Der Container ist der einfache Teil.
Bei Seefracht entscheidet selten die Seestrecke über Erfolg oder Ärger, sondern das, was an beiden Enden passiert: Vorlauf zum Hafen, Terminalabfertigung, Verzollung, Nachlauf. Genau dort sitzen wir — mit einer Straßendisposition, die die Nordseehäfen ohnehin regelmäßig anfährt.
Die erste Entscheidung ist FCL oder LCL. Ein Vollcontainer gehört Ihnen allein und wird verplombt; ein Sammelcontainer teilt den Raum mit fremder Ware und wird an beiden Enden im CFS gepackt und wieder entpackt. Ab etwa dreizehn bis fünfzehn Kubikmetern lohnt der eigene Container meistens — darunter selten.
Rund 33 beziehungsweise 67 Kubikmeter. Nutzlast beim 40-Fuß-Container etwa 26 bis 28 Tonnen, begrenzt auch durch das Straßenrecht im Vor- und Nachlauf.
Rund 76 Kubikmeter bei gleicher Nutzlast. Die Standardwahl für Volumenware, die das Gewichtslimit nicht ausreizt.
Temperaturführung, Überhöhe und Übermaß. Brauchen mehr Vorlauf, feste Buchung und im Vor- und Nachlauf oft eine Sondergenehmigung.
Abrechnung nach w/m: ein Kubikmeter oder eine Tonne, je nachdem, was höher liegt. Für alles unterhalb eines sinnvollen Vollcontainers.
Vier Dinge, die Seefracht teuer machen können.
Keines davon ist ein Sonderfall. Sie kosten nur dann Geld, wenn niemand vorher darüber gesprochen hat.
VGM ist Pflicht
Seit der SOLAS-Regelung muss das verifizierte Bruttogewicht des gepackten Containers vor der Verladung vorliegen. Ohne VGM wird nicht verladen. Die Meldung übernehmen wir — die Zahlen kommen von Ihnen.
Liegegeld und Standgeld
Nach Ankunft gibt es Freitage, danach berechnet die Reederei tageweise: Demurrage für den Container im Terminal, Detention für den Container bei Ihnen. Wie viele Freitage gelten, steht im Angebot.
Laufzeiten sind Richtwerte
Fernost nach Nordeuropa liegt je nach Dienst bei etwa dreißig bis vierzig Tagen ab Hafen. Umladungen, ausgefallene Abfahrten und Hafenüberlastung verschieben das. Wir nennen deshalb den Dienst, nicht nur eine Zahl.
Zoll gehört zur Planung
Import- und Exportabwicklung, T1-Versandverfahren und die Frage, wer nach Incoterm was schuldet. Das klären wir vor der Buchung — nicht, wenn der Container schon im Hafen steht.
So wird kalkuliert
FCL wird pro Container berechnet, LCL nach w/m — ein Kubikmeter oder eine Tonne, je nachdem, was höher ausfällt. Dazu kommen Terminal Handling an beiden Enden, Sicherheitszuschlag, Dokumentation sowie je nach Fahrtgebiet Zuschläge für Treibstoff und Währung. Vor- und Nachlauf per LKW weisen wir getrennt aus.
Seefrachtraten schwanken stark und werden von den Reedereien kurzfristig angepasst. Ein Angebot nennt deshalb immer den Gültigkeitszeitraum und den Dienst, auf dem es beruht.
Was wir für ein Angebot brauchen
Volumen und Gewicht entscheiden, ob FCL oder LCL günstiger ist. Ohne beides lässt sich die Frage nicht beantworten.
- Abgangs- und Zielort — Hafen oder vollständige Adresse, je nach Serviceumfang
- FCL oder LCL; bei FCL Containertyp und Anzahl
- Bei LCL: Anzahl Packstücke, Maße, Volumen in Kubikmetern und Gewicht
- Warenbezeichnung und Warenwert
- Gefahrgut nach IMDG, mit UN-Nummer und Klasse
- Incoterm und ob wir Import- oder Exportverzollung übernehmen
- Bereitstellungsdatum und ob ein fester Abfahrtstermin nötig ist
Was tatsächlich gefragt wird.
Als Faustregel ab etwa dreizehn bis fünfzehn Kubikmetern, je nach Relation und aktueller Ratenlage. Darunter ist der Sammelcontainer meist günstiger, darüber der eigene — und der eigene ist zusätzlich schneller, weil das Packen und Entpacken im CFS entfällt. Wir rechnen beide Varianten und legen sie nebeneinander.
Das verifizierte Bruttogewicht des gepackten Containers, seit der SOLAS-Regelung zwingend vor der Verladung. Fehlt es, bleibt der Container stehen. Die Meldung an die Reederei übernehmen wir, das Gewicht muss aber von Ihnen kommen — entweder gewogen oder rechnerisch nach dem zugelassenen Verfahren.
Zwei verschiedene Uhren. Demurrage läuft, solange Ihr Container nach Ablauf der Freitage im Terminal steht; Detention läuft, solange Sie ihn außerhalb des Terminals haben und nicht zurückgeben. Beide werden tageweise berechnet und werden schnell teuer. Die Freitage stehen im Angebot, damit Sie planen können.
Je nach Dienst etwa dreißig bis vierzig Tage von Hafen zu Hafen, plus Vor- und Nachlauf und Verzollung. Direktdienste sind schneller als solche mit Umladung. Wir nennen Ihnen den konkreten Dienst und seine Abfahrten, nicht nur eine Durchschnittszahl.
Ja — das ist der Teil, den wir am besten können. Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven und Hamburg sind in unsere Straßendisposition eingebunden. Sie haben damit einen Ansprechpartner für die gesamte Kette statt getrennter Firmen an jedem Übergabepunkt.
Das hängt vom vereinbarten Incoterm ab, und genau deshalb fragen wir ihn früh ab. Import- und Exportabwicklung sowie T1-Versandverfahren organisieren wir über einen Zollagenten. Ist noch kein Incoterm vereinbart, schlagen wir einen vor, der zu Ihrer Sendung passt.
Wann etwas anderes besser passt
Seefracht ist je Kilogramm konkurrenzlos günstig, aber langsam. Das sind die Fälle, in denen das nicht reicht.
